OTB U14 Mädchen bezwingen Tabellenführer BG Biba Bierden

Einen Tag nach dem Heimsieg gegen Stade mussten die OTB U14 Mädchen erneut zuhause antreten. Diesmal allerdings nicht gegen den Tabellenletzten sondern den unangefochtenen Tabellenführer BG Biba Bierden. Der Verein aus Achim ist einer der wenigen Clubs in Niedersachsen, der bei den Mädchen Teams in allen Altersklassen an den Start bringt und dabei gute Erfolge vorzuweisen hat. Bei den U18, U16 und U14 Mädchen sind die Biba Teams jeweils Tabellenführer ihrer Liga und bei der U12 können sie auch jedes Team schlagen. Ein dickes Brett auf jeden Fall, was es da zu bohren galt. Die OTB Mädchen waren angestachelt durch die dominanten Siege gegen Stade, bei denen man viele Verbesserungen im Team beobachten konnte. Aber konnte das auch gegen Biba reichen? Man wollte jedenfalls alles geben und dann am Ende sehen was dabei herauskommt. Es entwickelte sich von Anfang an ein packendes Spiel, zunächst mit Vorteilen für die Gäste. Biba war wacher, fand die - noch - zu großen Lücken in der OTB Abwehr und nutzte diese mit guten Pässen unter den Korb aus. Nach acht Minuten stand es 10:22 für die Gäste. Doch die eindringlichen Worte der Cotrainerin Milla Stange vor dem Spiel "Niemals aufgeben, egal was passiert" hatten Gehör gefunden. Gegen Ende des Viertels nahm die OTB - Abwehr den Gästen immer mehr Bälle weg und konnte sie vorne in schnelle Körbe ummünzen. Besonders auffällig in dieser Phase war dabei Pia Herzner mit 10 Punkten, die im rechten Moment ihr bestes Viertel der gesamten Saison spielte. Nun zeigte auch die Defense der Oldenburgerinnen zunehmend mehr Wirkung, was sich auch leicht an den Gegenpunkten pro Viertel ablesen lässt. Waren es im ersten Viertel noch 24, so folgten im zweiten Viertel nur noch 17, dann 12 und im letzten Viertel sogar nur noch 9 Gegenpunkte. In der Offense war nun die Zeit von Junia Janssen gekommen. Mit ihren schier unwiderstehlichen, temporeichen Drives zum Korb markierte sie allein in fünf Minuten 8 Punkte und leitete so die langsame aber stetige Aufholjagd ein, die in der 19. Minute mit dem ersten Führungswechsel (40:39) belohnt wurde. Josefine Kummer führte das OTB Team in dieser Phase mit 6 Punkten in Folge zur 42:41 Pausenführung. Wer meinte, dass diese packende Phase des Spiels nicht zu überbieten ist, hatte sich gewaltig getäuscht. Biba wehrte sich nach der Pause vehement und übernahm sofort nach dem Seitenwechsel wieder die Führung. Der OTB blieb jedoch dran. Junia wurde bei ihren Drives nun konsequent gefoult, konnte aber 5 ihrer 8 Freiwürfe sicher verwandeln. Das Spiel steuerte nun langsam seinem dramatischen Höhepunkt entgegen. In den letzten vier Minuten des 3. Viertels wechselte die Führung sage und schreibe fünfmal. Das war wirklich nichts für schwache Nerven. Auch in dieser Phase wechselte man beim OTB munter durch, um genügend Kraft für die "Crunchtime" zu haben. Jella van der Huir, Martha Suhren, Greta Summ und Lea Jessen arbeiteten nun unermüdlich in der Defense und hielten so den Gegner in Schach. Die sehr umsichtig agierende Sophie Hadeler und Josefine scorten vorne und sicherten die knappe 55:53 Führung zum Viertelende. Im letzten Viertel nahm der OTB ein wenig Tempo im Angriff heraus und machte dabei das Spiel weit. Biba musste nun in der Deckung mehr ackern und allmählich wurden die Beine der Gäste müder. Das nutzten die OTBerinnen mit Zügen zum Korb oder freien Weitwürfen. Zunächst fand Line Becker ihren Wurf wieder und dann zog Greta Gilbers in ihrer unnachahmlichen Art zum Korb und markierte Korb auf Korb. Der OTB ging so scheinbar uneinholbar 63:56 in Führung (37.). Uneinholbar? Denkste. Zwei Minuten später war Biba wieder auf 63:62 (39.) herangekommen. In den letzten beiden Minuten blieben die Oldenburgerinnen jedoch cool und bewegten den Ball im Stil eines Champions noch besser durch die eigenen Reihen, bis der Gegner nicht mehr laufen konnte oder wollte. Dann zogen sie durch die großen Löcher in der Verteidigung zum Korb. Der Lohn war ein 8:0 Lauf, der zum Endergebnis von 71:62 führte. Was war das für ein tolles Spiel. Der Sieg des OTB war mit dieser meisterlichen Leistung absolut verdient.
Es spielten:
Greta G. 9, Martha 2, Junia 15, Jella, Greta S. 2, Josefine 21, Lea, Sophie 8, Pia 10, Line 4
Bilder: Oliver Summ ©
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