Nordwestgirls auf Augenhöhe

Dass es am Ende des Nachholspiels beim Titelanwärter BBC Osnabrück 46:55 gegen die 2. Damen des OTB stand, lag sehr wahrscheinlich nicht an der doch recht ungewöhnlichen Ansetzung der Partie an einem Mittwochabend. Vielleicht kann man es eher mit dem alten Kalauer “Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu” zusammenfassen.
Denn von Beginn an zeichnete sich ein Spiel auf Augenhöhe ab, bei dem Nuancen die Entscheidung bringen würden.
Die Nordwestgirls gingen durch einen Dreier von Josephine Paulsen in Führung. Lilu Doms und Sofia Angelis stellten nach sechs Minuten auf 4:9. Die Defense stand hervorragend und immer wieder wurden die Osnabrückerinnen zu “Notwürfen” gezwungen, weil die Shotclock ablief. Das Problem: Sie trafen leider diese schwierigen Würfe. Trotzdem gingen die Nordwestgirls mit einer Führung (12:15) ins zweite Viertel. Leider ein weiteres Problem: Zuviele einfache Lay-ups gingen daneben.
Belinay Özdemir eröffnete das zweite Viertel mit einem Treffer von Downtown. Das Team kämpfte und verteidigte weiterhin bravourös. Osnabrück gelang erst in der letzten Minute vor der Halbzeit (28:26) die erste Führung.
Es blieb auch nach der Pause ein umkämpftes Low-Scoring-Game. Die Nordwestgirls behielten weiterhin ihre Linie: Eine überragende Defense wechselte sich mit vergebenen Chancen in der Offense ab. “Die Abstimmungen waren noch nicht zu 100% klar, aber die Richtung stimmt!”, kommentierte Coach Helena Schwarz diese Phase des Spiels. Mit 34:40 ging es in den Schlussabschnitt.
Osnabrück zog kurz durch einen Dreier auf 36:43 davon, Lilu Doms und Paula Thüner verkürzten anschließend wieder auf nur einen Punkt Rückstand. Ehe die Kapitänin des Heimteams erneut von Draußen traf und die Gastgeberinnen anschließend mit 11 Punkten Vorsprung davon zogen. Die Entscheidung.
Was bleibt und dem neuformierten Team Mut machen sollte: Die Defense steht und bildet eine tolle Basis für das junge Team!
So sah es auch Coach Helena Schwarz:”Ich bin absolut zufrieden mit der Leistung der Mädels! Wir haben zum ersten Mal in dieser Besetzung gespielt und auch die jüngeren Spielerinnen haben schon viel Verantwortung übernommen! Die Defense war über weite Strecken wirklich toll – jetzt müssen wir noch routinierter werden, in der Offense unseren Rhythmus zu finden. Mit 55 Gegentreffern kann man ein Spiel wunderbar gewinnen – 46 Offense-Zähler reichen da aber sicherlich nicht! Wir sind aber auf dem richtigen Weg und das war ein wichtiger, großer und guter Schritt in die richtige Richtung!”
Für die Nordwestgirls spielten: Marla Witte, Helena Stange, Lea Schulenberg, Josephine Paulsen, Paula Thüner, Sofia Angelis, Belinay Özdemir, Anna Thomschke und Milla Stange
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